Nun sind Buchhändler ja von Berufs wegen Menschen, die besonders sorgsam und vorsichtig mit ihren Büchern umgehen. Das ist auch völlig in Ordnung, um nicht zu sagen: äußerst wünschenswert!, denn wer möchte schon ein mit Eselsohren, Kaffeeflecken und Fettgriffeln übersätes Buch erwerben beziehungsweise empfohlen bekommen. Schwierig wird es nur, wenn man den geschätzten Kollegen ein Buch nahelegen möchte, bei dem eine solche Behandlung erlaubt, ja, erwünscht ist. Das bedeutet ja immerhin ein gehöriges Kratzen am Berufsethos, wenn nicht sogar das Umwälzen ganzer Weltbilder: Ein Buch absichtlich zerstören? NIEMALS!
Um so erstaunter waren wir, welch großartige Resonanz unsere Aufforderung in der Branchenpresse, mal testweise eine einzige Seite zu zerstören, erfuhr: Seither bekommen wir täglich Post aus allen Teilen der Republik mit aufwendigst zerstörten Seiten, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Hier eine kleine Auswahl:
(was mit dieser Seite geschehen ist, trauen wir uns nicht mal zu fragen …)
Jetzt ist das Buch seit knapp drei Monaten erschienen und langsam aber sicher tauchen die ersten fertiggemachten Exemplare der deutschen Ausgabe auf! Wir freuen uns natürlich wahnsinnig, wie kreativ, liebevoll und gleichzeitig höchst zerstörerisch mit unserem Buch umgegangen wird und haben uns entschlossen, allen Fertigmachern die Möglichkeit zu bieten, ihre Werke auf dieser Seite zu veröffentlichen. Wie das geht macht Mrs. Huvie hier eindrucksvoll vor: Einfach die Bilder oder Videos eurer Werke auf Youtube, Flickr oder ähnlichen Seiten hochladen, eine kurze Mail an machdiesesbuchfertig(ät)kunstmann.de schicken und wir kümmern uns um den Rest. Und wenn ihr auch einen kurzen Textbeitrag leisten wollt, schickt ihn einfach gleich mit.
An dieser Stelle aber ersteinmal ein herzlicher Dank an Mrs. Huvie, deren tolle Galerie auf Flickr uns sofort ins Auge gefallen ist und die wir euch hiermit unbedingt zeigen wollen!
Die Buchhandlung Schreiber in Olten/Schweiz schickte gerade diese wunderbaren Bilder von ihrem Exemplar des Buches. Die Kollegen dort haben es in ihrem Pausenraum hinterlegt, zur Zerstörung freigegeben und abgewartet, was wohl passieren wird. Mit dem Ergebnis ist man offenbar so zufrieden, dass heute ein komplett schadhaftes Buch an prominenter Stelle im Laden präsentiert wird. Und – so hört man aus der Schweiz -: Allen gefällts!